Frühjahressitzung AG Wasser und Umwelt
Stärkung klimaresilienter Infrastrukturen: Arbeitsgruppe „Wasser und Umwelt“ treibt Zukunftsthemen voran
Bad Nauheim, 15. April 2026 – Die Arbeitsgruppe „Wasser und Umwelt“ hat im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung zentrale Weichen für die zukünftige Ausrichtung im Bereich klimaresilienter Infrastruktur gestellt. Im Fokus standen insbesondere die Ergebnisse und nächsten Schritte einer umfassenden Studie zur Klimaanpassung im urbanen Raum sowie die strategische Weiterentwicklung der Arbeitsgruppe.
Ein bedeutender Bestandteil der Sitzung war die Vorstellung des Zwischenstands der Prognos-Studie 2026, die sich mit der Entwicklung und Umsetzung sogenannter grün-blauer Infrastrukturen in Kommunen beschäftigt. Ziel der Studie ist es, konkrete Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu identifizieren und deren Auswirkungen auf Investitionsbedarfe sowie räumliche Verteilungsmuster zu analysieren.
Im Zentrum stehen dabei Lösungen zur Verbesserung des Regenwassermanagements und zur Reduzierung von Hitzeeffekten in Städten. Dazu zählen unter anderem die gezielte Entsiegelung von Flächen, die Förderung von Verdunstung sowie der Ausbau nachhaltiger Regenrückhaltesysteme. Erste Zielbilder sehen beispielsweise vor, einen signifikanten Anteil urbaner Flächen vom Kanalsystem abzukoppeln und so die Widerstandsfähigkeit gegenüber Starkregenereignissen deutlich zu erhöhen.
Die Studie wird in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Bauwirtschaft und kommunalen Spitzenverbänden durchgeführt. Neben der Modellierung konkreter Maßnahmen steht auch die finanzielle Dimension der Transformation im Fokus.
Darüber hinaus diskutierte die Arbeitsgruppe die Ausweitung ihrer Aktivitäten sowie kurz-, mittel- und langfristige Zielsetzungen. Ziel ist es dabei insbesondere, den Baustoff-Fachhändlern konkrete Potenziale im Zukunftsfeld Wasser und Umwelt zu eröffnen und zugleich praxisnahe Hilfestellungen für das Tagesgeschäft bereitzustellen. Auch die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden soll im Rahmen von Workshops und strukturierten Dialogformaten weiter ausgebaut werden.
Im Zuge der Sitzung wurde zudem ein Wechsel beim Gruppensprecher vollzogen: Im Sinne einer Staffelübergabe übernimmt Michael Müller (ACO GmbH), der der Arbeitsgruppe bereits seit vielen Jahren angehört, die Rolle von Roman von Urbanowicz. Dieser hat die Arbeitsgruppe über mehr als zehn Jahre hinweg maßgeblich geprägt und mit großem Engagement aufgebaut und weiterentwickelt. Für seinen langjährigen Einsatz und seine wichtigen Impulse spricht die Arbeitsgruppe ihm ihren ausdrücklichen Dank aus.