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17. Wohnungsbautag in Berlin

Statement zum 17. Wohnungsbautag

Neubau auf Sparflamme: Trifft Menschen und Wirtschaft

Fehlender Neubau trifft die Menschen ganz persönlich: Wohnungsmangel und hohe Mieten bedeuten für viele lange Fahrzeiten zum Arbeitsplatz. Ebenso weniger Geld für Anschaffungen, Hobbys und Urlaub. Und vor allem leidet auch die Familienplanung unter der Wohnungskrise.
Fehlender Neubau entscheidet aber auch über die Wirtschaftsstärke: Fachkräfte kommen nur, wenn sie hier eine Perspektive haben. Und das bedeutet vor allem: bezahlbares Wohnen.
Dabei braucht der Arbeitsmarkt dringend Zuwanderung – gerade jetzt, wenn nach und nach mehr Baby-Boomer in Rente gehen. Von den Arbeitskräften, die nach Deutschland kommen, hängt – wie schon in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren – das Funktionieren des Arbeitsmarktes und damit die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ab.
Genau deshalb darf der Staat nicht länger zulassen, dass der Neubau auf Sparflamme läuft. Er muss das bezahlbare Bauen fördern, damit die Mitte der Gesellschaft wieder bezahlbar wohnen kann.
Der Staat muss den Neubau von deutlich mehr Wohnungen im vernünftigen BasisStandard fördern – und nicht den Klimaschutz-Höchststandard bei wenigen Wohnungen.

Katharina Metzger
BDB-Präsidentin Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel

Die Studie, die Pressemitteilung sowie die Forderungen sind zum Download angefügt.